Dr. Carsten Schradin

Dr. Carsten Schradin studierte Biologie in Stuttgart Hohenheim und an der Ludwig Maximilians Universität München. Seine Diplomarbeit machte er am Max-Planck Institut für Verhaltensphysiologie in Seewisen, der früheren Wirkungsstätte des Nobelpreisträgers Konrad Lorenz. Von 1997 bis 2001 war er am Anthropologischen Institut der Universität Zürich, wo er seine Doktorarbeit über väterliches Verhalten bei Neuweltaffen schrieb. Väterliches Verhalten ist ein äußerst interessantes Forschungsgebiet, doch Affen sind teure Studienobjekte. Zudem ist Freilandforschung an Affen äußerst zeitaufwendig und es ist schwierig, hierbei genügend Gruppen zu untersuchen, um statistisch abgesicherte wissenschaftliche Aussagen zu ermöglichen. Deshalb suchte er nach seiner Doktorarbeit nach einer Mäusesart, welche in etwas dasselbe interessanten Sozialverhalten zeigt wie Affen, ohne deren Nachteile zu haben. 2001 ging er nach Südafrika, zuerst eigentlich nur für ein Jahr, um zu überprüfen, ob die Striemengrasmaus eventuell eine solche Art ist. Innerhalb dieses Jahres wurde bald klar, daß diese Art in Gefangenschaft tatsächlich ein hohes Maß an väterlichem Verhalten zeigt. Noch wichtiger war die Erkenntnis, daß man sie direkt im Freiland beobachten kann. Die Striemengrasmaus ist tagaktiv und das Untersuchungsgebiet in Goegap sehr offen und damit gut einsehbar. Direkte Verhaltensbeobachtungen an Mäusen im Freiland waren bis dahin mit keiner Art möglich gewesen. Dies erklärt mit den großen Erfolg des Projektes, welches inzwischen in sein fünftes Jahr geht und immer noch viele interessante und wichtige Fragen aufwirft. Carsten Schradin war von 2001-2005 die meiste Zeit des Jahres in Goegap. Seit 2006 hat er seine eigene Forschungsgruppe an der Universität Zürich, wo er 2008 habilitierte. Er geht aber immer noch jedes Jahr mit seiner Familie für mehrere Monate nach Goegap. Seit 2012 arbeitet er für den CNRS in Strasbourg, Frankreich.

 

Brigitte Schradin

Brigitte Schradin geborene Britz wuchs in Namaqualand/ Süddafrika auf. Als Krankenschwester mit Zusatzqualifikationen übernahm sie für ein Jahr die medizinische Versorgung auf der Forschungsstation der Antlantikinsel Gough Island, zwischen Afrika und Südamerika gelegen. Danach arbeitet sie zwei Jahre in Australien, bevor sie 2004 zurück nach Namaqualand kam. 2004 bis 2005 lebte sie an der Forschungsstation und half nicht nur bei medizinischen Notfällen, sondern auch beim Beobachten, Fangen und Telemetrieren der Mäuse. Seit 2006 kommt sie jedes Jahr für einige Zeit nach Goegap zur Forschungsstation. Seit 2012 lebt sie in Kehl in Deutschland, gegenüber von Strasbourg.

Apollo Hartmut Schradin

Geboren am 19. März 2006, ging am 17. Juni 2006 zum ersten Mal nach Namaqualand, ins Land der Mäuse. Er war bereits sechs mal in Goegap.

Zora Elary Schradin

Geboren am 09.09.09, ging am 30. Oktober 2009 zum ersten Mal nach Namaqualand, ins Land der Mäuse, und seither jedes Jahr einmal.

Sommer 2009, Brigitte mit Baby Zora!

   

Apollo und Zora im Mai 2011 in Goegap.

Im April 2011 kam der Osterhase auch nach Goegap.